Traditioneller Yoga nach R. Cottet

Traditioneller Yoga
So nennt Robert Cottet den Yoga, den er um 1970 herum in Gangotri, in den Höhen des Himalaya, kennen gelernt hat. Zusammen mit dem Yogi Sundarananda, der heute im Alter von mehr als 80 Jahren noch dort lebt, hat er bei einem Meister gelebt und gelernt. Dieser Yoga zeichnet sich aus durch Konzentration in den Stellungen, Verinnerlichung (Augen geschlossen, nach innen gerichtete Wahrnehmung) und Visualisieren der Asanas beim Üben. Die Atmung muss sehr bewusst sein, die Bewegungen langsam und koordiniert, um innere Übereinstimmung zu fördern. Asanas die so geübt werden, sind immer mehr in der Haltung stabil und doch leicht in der Ausführung, wie das der grosse Kenner des Yoga, Patanjali, geschrieben hat. Zu den Asanas kommen weitere Teile hinzu: Pranayama (Lenken der Atmung) und Meditation.

Was sind Kriterien für einen traditionellen Yoga?

  • Verinnerlichung beim Üben, Visualisieren der Asanas, langsame, konzentrierte Ausführung
  • Nebst Asanas wird auch Pranayama und Meditation geübt
  • Dieser Yoga stützt sich auf ethische Werte wie Yamas und Niyamas (u.a. auf Gewaltlosigkeit)
  • Traditioneller Yoga hat nicht nur Gesundheit und Fitness zum Ziel, sondern bezweckt auch eine geistige Öffnung und Befreiung des Menschen aus vielen selbst geschaffenen Zwängen und Einschränkungen
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